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 Die Trainings-Pyramide

Seit jeher diente sportliche Betätigung nicht nur zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, sondern vor allem auch als Möglichkeit, sich mit Anderen, Gleichgesinnten zu messen. Ob es sich nun um eine der asiatischen Kampfkünste, Fechten, Bogenschießen oder auch dem Speerwurf handelt, all diese ursprünglich martialischen oder jägerischen Tätigkeiten werden heute in sportlicher Form ausgeübt.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass diesen Sportarten auch die Trainingssequenz in Form einer Pyramide gemein ist.

Kampf ohne Regeln

sportlicher Kampf mit Regeln

abgesprochener Kampf mit Partner

Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner

Grundschritte, Techniken und Bewegungsabläufe

Angefangen vom Erlernen der Grundformen bis hin zur Ausübung in sportlicher Form folgen alle einem ähnlichen Muster. Bei den meisten dieser Sportarten ist jedoch der sportliche Wettkampf und die Meisterschaft darin das Ende der Entwicklung. Beim Kampfsport und bei den Kampfkünsten blieb der ureigenste Zweck, die Verteidigung (gegen einen oder mehrere Gegner, mit oder ohne Waffen, ohne Regeln), als Endziel erhalten.

Legt man diesen Maßstab an, so befindet man sich bei den Kampfsportarten, zu denen natürlich auch Boxen, Ringen, Kickboxen, etc. zählt. All diese Sportarten beinhalten auch die Trainingspyramide und eignen sich zur Selbstverteidigung. Auch ein gewisser künstlerischer Faktor ist in fast jeder Sportart enthalten. Nicht umsonst spricht man von einem schönen Kampf, einer Vereinigung von Kraft, Dynamik und Geschmeidigkeit, evtl. gepaart mit kämpferischer Finesse. Doch was unterscheidet die Kampfkünste von den restlichen Sportarten? 

Nun dies zu ergründen sei ein jeder, zumindest zum Teil, selbst aufgefordert. Sicherlich jedoch zeichnen sich die asiatischen Kampfkünste dadurch aus, dass sie auch ästhetische sowie philosophische Aspekte beinhalten. Diese manifestieren sich in einem ganzheitlichen Ansatz. Im Taekwondo stehen dafür die beiden Grundprinzipien körperliches und geistiges Training, sowie Konzentration auf einen Punkt (aus dem sich der Bruchtest begründet).

Der gesunde Geist in einem gesunden Körper ist nicht nebenläufiges Resultat, sondern erklärtes Ziel der Kampfkünste.